Warum nimmt man manchen Menschen jedes Wort ab und anderen nicht einmal den besten Satz?
Rainer Maria Schießler ist seit Jahrzehnten katholischer Pfarrer in München und einer der bekanntesten Geistlichen Deutschlands. Für die einen ist er ein Selbstdarsteller. Für die anderen genau der Pfarrer, den die Kirche heute braucht. Er segnet Tiere und Fahrzeuge, kellnerte jahrelang auf dem Oktoberfest, schreibt Bücher, spielt den TV-Pfarrer und hatte im Bayerischen Rundfunk seine eigene Talkshow. Er lebt aus Überzeugung im Zölibat und spricht offen über Gunda, die Frau an seiner Seite. Schießler sagt, was er denkt. Genau damit eckt er an. In der Amtskirche und auch bei Christen, denen seine offene Art zu weit geht.
Diese Folge von „Das versendet sich“ ist keine Folge über Religion. Es geht um Schießlers Art, Menschen zu erreichen: beim Predigen, im Gespräch, vor der Kamera und im direkten Kontakt mit seiner Gemeinde. Er erzählt, warum der Altarraum für ihn schon früh zur Bühne wurde, warum eine Predigt trotz Vorbereitung scheitern kann und weshalb Liturgie „nie wehtun darf.“
Es geht um seine Echtheit, seine Sprache und seinen Mut zur klaren Haltung. Schießler erzählt von einem Besen am Karfreitag, der mehr auslöst als ein fertiges Manuskript, von Kritik, die weh tut und trotzdem weiterhilft, und von seiner Zeit als Taxifahrer, in der er viel über Menschen und echtes Zuhören gelernt hat.
Hörempfehlung für alle, die wissen wollen, wie man Menschen erreicht, ohne sich zu verstellen.

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